Z-Podcast #22 – Taschenlampentest extrem, Teil 2

Lechfeld, 10.02.2012. Es ist kurz nach 20.00 Uhr und das Thermometer der hiesigen Wetterstation weist im Vergleich zu unserem ersten Test ungewöhnlich milde -15 °C aus :-). Dieses Mal war auch noch Monotofi dabei und so hatten wir auf dieses Weise noch zwei weitere Lampen, die wir in unseren Test mit einbeziehen konnten: eine Kopflampe Sparks ST6 500CW und eine Fenix TK35.

Zunächst bauten wir die Taschenlampen-Teststrecke bis auf eine Entfernung von 300 m weiter aus. Dabei verwendeten wir Reflektoren (mit weißer Reflektorfolie beklebter Dachpappennagel bzw. bei den größeren eine mit Reflektorfolie beklebte Beilagscheibe mit ebenfalls beklebtem Dachpappennagel als Befestigung) mit einem Durchmesser von anfangs 8 mm bis hin zu 22 mm am Ende und überprüften mit einem Laser die korrekte Platzierung an den jeweiligen Bäumen.

Und dann hieß es wieder Lampen an und wie wir sehr schnell feststellen konnten, müssen wir die Strecke noch nach hinten hin erweitern, denn alle heute am Start gewesenen Lampen reichten locker bis auf eine Entfernung von 200 m und bei ein paar Modellen kann man unterstellen, dass sie auch Reflektoren in mehr als 300 m Entfernung zum (Rück-)Leuchten bringen.

Doch hier nun die Ergebnisse im Einzelnen, zusammen mit ein paar technischen Daten:

Stirnlampen

Sparks ST6 500CW Fenix HP11 LED Lenser H7 LED Lenser H14
Gewicht * 150 g 291 g 117 g 348 g
Lumen 500 lm 277 lm 170 lm 210 lm
Modi 5 4 + 3 stufenlos dimmbar  8 in 3 Programmen
Batterien 1 x 18650 /
2 x CR123
4 x AA 3 x AAA 4 x AA
Leuchtdauer ** 8 d / 8 lm 206 h / 4 lm 54 h / 1 lm 13 h / 1 lm
Leuchtweite
angegeben
154 m 180 m 210 m
Leuchtweite
Reflektorteststrecke
235 m 265 m  noch nicht getestet > 210 m
Preis ca. 99 € 52 € 36 € 99 €

 

Handlampen

Fenix TK12 Fenix TK15 Fenix TK35 LED Lenser L7
Gewicht * 150 g 340 g 350 g 142 g
Lumen 245 lm 337 lm 820 lm 115 lm
Modi 2 in 3 Betriebsarten 5 6 3
Batterien 1 x 18650 /
2 x CR123
1 x 18650 /
2 x CR123
2 x 18650 /
4 x CR123
3 x AAA
Leuchtdauer ** 98 h / 8 lm 142 h / 5 lm 170 h / 12 lm 42 h / 1 lm
Leuchtweite
angegeben
179 m 215 m 333 m 225 m
Leuchtweite
Reflektorteststrecke
300 m 265 m > 300 m 265 m
Preis ca. 62 € 64 € 84 € 26 €

*    mit Batterien
**  Durchschnittliche Leuchtdauer in der niedrigsten Helligkeitsstufe
*** Preis laut Idealo.de (Stand 14.02.2012)

Und hier die Bilder von unserem Taschenlampentest; aufgenommen mit einer Nikon D5000, Blende 4, Belichtungszeit 3 Sekunden. 

Testergebnis und persönliche Bewertung der hier vorgestellten Lampen

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass alle oben aufgeführten Lampen unserer Meinung nach uneingeschränkt für Nachtcache tauglich sind.

Bei den Stirnlampen punkten die Sparks ST6, die Fenix HP11 und die LED Lenser H14 vor allem in punkto Verarbeitungsqualität. Alle drei Lampen verfügen auch über eine Mikroprozessor gesteuerte Helligkeitsregulierung, die eine gleichbleibende Lichtausbeute bis zum Schluss der Batterie-/Akkukapazität garantiert. Während zudem die LED Lenser H14 vor allem durch die große Leuchtweite bei fokussiertem Lichtstrahl und ihre vielseitige Verwendbarkeit (Stirnlampe, Anklemmlampe, Standlicht oder mit einer optional erhältlichen Universalhalterung kombinierbar) besticht, weist die Fenix HP11 bei abgeklappten Diffusor im Nahbereich die gleichmäßigste Ausleuchtung auf. Auch verfügt sie neben der Sparks ST6 über die größte Leuchtdauer. Bei der Sparks ST6 verwundert die relativ geringe Reichweite ein wenig, bei der doch eigentlich ansehnlichen nominellen Leistungsangabe von 500 lm. Dies dürfte an einem nicht ganz optimal gestalteten Reflektor liegen. Wer den Schwerpunkt hingegen auf das Gewicht und einen günstigen Preis setzt, der ist mit der LED Lenser H7 in jedem Fall gut beraten.

Auch bei den Handlampen verwendet Fenix sein konstruktives Grundprinzip: keine unnötig beweglichen Teile zugunsten der Wasserdichtigkeit, was gleichzeitig aber den ‚Nachteil‘ mit sich bringt, dass die Lampen nicht focusierbar sind. Sie bieten imho allerdings einen guten – und fürs Geocaching vollkommen ausreichenden – Kompromiss zwischen Leuchtweite und seitlicher Ausstrahlung. Die Fenix TK35 überragt erwartungsgemäß das Testfeld mit ihren 820 Lumen. Etwas überraschend wird die TK15 trotz nominell besserer technischer Daten in der Reichweite von der kleinen Schwester TK12 übertrumpft und zeigt auch sonst eine gute Ausleuchtung der Randbereiche. Offenkundig liegen sie dadurch auch preislich etwa gleichauf. Das preisgünstigste Modell in unserem Testfeld, die LED Lenser L7, kommt mit ihren 115 Lumen im Bereich der Helligkeit zwar nicht an die anderen Vertreter heran, ist aber trotzdem auch für Reflektorstrecken vollkommen ausreichend, bei denen die Abstände zwischen den einzelnen Reflektoren größer sind. Allerdings verfügt sie im Gegensatz zu den Fenix Lampen über keine prozessorgesteuerte Helligkeitsregulierung, d.h. nachlassende Batterien oder Akkus wirken sich sofort schleichend auf die Leuchtkraft aus.

Und wer nun selber einmal an der Taschenlampen-Teststrecke sein eigenes Leuchtgerät ausprobieren möchte, kann dies im Rahmen eines kleinen Caches (Taschenlampen-Teststrecke, GC3BYXA) gerne tun und sich dabei auch ganz nebenbei einen einfachen T5-Punkt für die Statistik abholen.

Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle auch an den FlashLightShop, die uns für diesen Test die Stirnlampe HP11 zur Verfügung gestellt haben.

Hier noch der, der Kälte angepasste knackig kurze Podcast zu unserem Taschenlampen-Test extrem:
O.K., er ist eigentlich nur deswegen so kurz, weil der Autor wieder mit den Tücken der Technik gekämpft hat – und leider verlor. Aber trotzdem haben wir es geschafft, in den wenigen verbliebenen Minuten das Wesentliche wiederzugeben :-).

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2 Kommentare zu Z-Podcast #22 – Taschenlampentest extrem, Teil 2

  1. HerbertG sagt:

    Reflektoren von 8mm bis 22m ??
    Respekt, obwohl ich die 22m erstmal euch nicht glaube…

    Gruß 😉
    Herbert

  2. zwischenmahlzeit sagt:

    Hallo Herbert,
    wie würde Crocodile Dundee sagen: „Das ist doch kein Reflektor. Das ist ein Reflektor!“
    Natürlich vollkommen richtig; es muss 22 mm heißen. Ist schon geändert.
    Herzlichen Dank für die Korrektur und viele Grüße,
    Martin

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