Wie wir mit dem Cachen angefangen haben

Im Mai 2009 waren wir bei French Connection zum Kaffee eingeladen. Über die Kinder kannten wir uns schon seit mehreren Jahren und so pflegten wir gelegentliche Treffs zum gemütlichen Ratsch. Natürlich kannten wir sie damals auch noch nicht unter „French Connection“, doch dazu komme ich ja jetzt. Wie wir also so beim Kaffeetrinken gemütlich beieinander sitzen, erzählte unser Gastgeber auf einmal, dass er ein neues Hobby habe. Er zog dabei ein graues Kästchen hervor, welches sich im Laufe der Erklärungen als tragbarer GPS-Empfänger entpuppte. „Geocaching“ hieße das Ganze und mache der ganzen Familie recht viel Spaß. Er erklärte mir dann, wie diese Suche nach Tupperdosen funktioniere und dass man sie auf der zentralen Geocache-Plattform aufgrund der familiären Situation – die bessere Hälfte von ihm ist Französin – unter dem Nicknamen „French Connection“ finden könne. Das klang alles recht spannend, meine Neugierde war geweckt und ich wurde merklich unruhig. So brachen wir auch recht bald auf, was meine Frau und die Gastgeber doch ein wenig verwunderte.

Kaum daheim angekommen, kramte ich meinen Bluetooth-Empfänger, den ich mir unlängst für die Autonavigation zugelegt hatte, hervor und stöberte im Internet nach einer brauchbaren Geocaching-Software für mein Handy. Ich stieß dabei auf Cachewolf, welches mir fortan für lange Zeit gute Dienste leisten sollte. Bei der Anmeldung auf Geocaching.com kam natürlich auch die Frage auf, wie ich mich denn nur nennen sollte. Mir kam dabei der Bär Winnie Puu in den Sinn, der sich eigentlich immer auf der Suche nach einer kleinen Zwischenmahlzeit befindet. Und da ich auch um köstliche Leckereien schwerlich einen Bogen machen kann, erschien mir dieser Zusammenhang sympathisch und der Nick „Zwischenmahlzeit“, verbunden mit dem Avatar des kleinen Bären war geboren.

Jetzt konnte es also losgehen und wie mir ein Blick auf die Karte verriet, war der Cache „Oben droben“ (GC19M9P) der naheliegendste. Also, rein ins Auto und auf den Weg gemacht. Vor Ort wollte dann jeder mal das Handy halten und gucken, wohin wir den gehen müssen. Ich hatte noch kein Kartenmaterial und so war der Blick auf die sich drehende Kompassnadel schon recht spannend. Den Cache konnten wir dann auch recht schnell finden – wobei das auch gleich zum ersten Streit bei meinen Kindern führte. Wer Kinder hat, weiß wovon ich erzähle. Jeder von ihnen wollte den Schatz als erstes entdecken und als dann prompt einer ausrief: „Ich hab’ ihn!“, war die Enttäuschung beim anderen riesengroß. Die Diskussionen gingen dann gleich weiter, als es darum ging, die ‚Geschenke’ aus dem Schatz zu verteilen. Doch ich konnte sie besänftigen; ahnte ich doch, dass sich vielleicht noch eine neue Chance an diesem Tag bieten würde. So war es denn auch. Kurze Zeit später saßen wir wieder im Auto und es ging dieses Mal zum Cache „Via Claudia Augusta“ (GC1GBAN). Auch hier war der Cache schnell ausgemacht und Dank neuer Rollenverteilung, lief alles schon (fast) etwas unproblematischer ab.

Inzwischen haben wir schon viele gemeinsame schöne Touren mit „French Connection“ unternommen, weitere CacherInnen kennen gelernt und das ein oder andere selbst gesteckte Ziel (z.B. Projekt 81, ein Cache pro Tag an 100 aufeinander folgenden Tagen), erreicht. Kürzlich habe ich folgenden Slogan übers Geocaching gelesen: „The World is one big POI“. Dieser Spruch passt zwar auch ohne Geocaching. Allerdings verleitet einen das Cachen doch eher dazu, einmal die ausgetretenen Pfade zu verlassen und Neues kennen zu lernen. In diesem Sinne: Happy Hunting!

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