Ungarn: Die Tour – Teil 2 (Der Somogy Powertrail)

Tag 2 unserer Ungarn-Tour. Der Morgen war kaum angebrochen und als hätte sie gespürt, dass wir heute ein volles Programm vor uns hatten, weckte uns die kleine Sophie mit fröhlichem Baby-Geblubber und wollte bespielt werden. So steckte sie schnell mit ihrer guten Laune alle an und wenig später waren alle so weit munter, dass wir bei einem leckeren Frühstück die letzten Einzelheiten für den bevorstehenden Powertrail planen konnten. Da wir als Team mit drei Fahrzeugen die Herausforderung angehen würden, hatten wir uns als Taktik überlegt, dass das jeweils letzte Fahrzeug das erstfahrende bzw. an der Spitze der Gruppe gerade an einem Cache parkende Auto überholen und sich so selbst an die Spitze setzen würde, bis es wiederum von einem der nachfahrenden Autos überholt werden würde. Auf diese Weise war sicher gestellt, dass wir alle relativ nahe beieinander bleiben und auch die spannenden Cache, wie z.B. den Brunnen, gemeinsam erleben würden. Über Funk waren wir zudem miteinander verbunden und konnten so z.B. Informationen über die nächsten Ziele austauschen oder geplante Pausen besprechen.

Und Punkt Acht ging es dann los. Die Aufkleber für die Logbücher waren an die drei Fahrzeugbesatzungen verteilt und der (erste Cache) wurde angefahren. Eine Stunde später waren bereits die ersten 60 Dosen auf dem Punktekonto und so erlaubte uns das zügige Vorankommen, auch seitliche Abstecher zu nahe gelegenen Caches zu unternehmen. Bei #067 (GC2M40H) erwartete uns mit dem Brunnen das erste Highlight des Tages. Mo ließ es sich nehmen, den Abstieg zu wagen und kaum, dass die Ausrüstung angelegt war, seilte er sich auch schon in die Tiefe ab. Den etwas anstrengenderen Aufstieg erleichterten wir ihm dadurch, dass wir uns oben ins Geschirr legten und so kam er in der gleichen Geschwindigkeit ratzfatz auch wieder an die Oberfläche zurück :-).

Ein Cache nach dem anderen floss in die geocache_visits.txt – Datei und es entspann sich fast ein kleiner Wettkampf um das schnellstmögliche Erreichen des nächsten Anlaufpunktes. Die trotz der Menge von 270 Caches abwechslungsreichen Versteckideen ließen die Zeit rasch vergehen. Es wurde gekrabbelt, geklettert und mit der frühjahrsbedingt sprießenden Vegetation gekämpft. Die kurzen Wege zwischen Auto und den Verstecken wurden oftmals im Laufschritt zurückgelegt und ehe wir uns versahen war es Zeit für einen letzten Zwischenstopp geworden, den wir auch gleich dafür nutzten, um uns mit den erforderlichen Lebensmittel für den Grillabend einzudecken. In einer Supermarktfiliale mit einem auch hier bekannten Namen wurden wir fündig und praktischerweise gab es nebenan auch einen Baumarkt, bei dem wir die zugehörige Grillkohle erwerben konnten.

Bullys Cachemobil zeigte zu diesem Zeitpunkt schon deutliche Spuren, die allerdings von einem der seitlichen Ausritte herrührten, weil er schon immer mal eine Sandpiste befahren wollte und dabei die Bodenfreiheit seines Fahrzeuges offenkundig etwas überschätzt hatte.

Aber wie heißt es so schön, der Weg ist das Ziel und nach der kleinen Stärkung auf dem Parkplatz des Supermarktes wurden im Endspurt die letzten Dosen des Powertrails angefahren. Um kurz nach 17.00 Uhr war es dann soweit. Es hieß: SPT #270 – The End? Wir hatten das Ende des Powertrails nach rund neun Stunden glücklich aber auch ein wenig geschafft erreicht.

Und während ein Teil des Teams bereits schon wieder Pläne für den Heimweg und den Abend schmiedete, zog Diana (D&TR) lachend ihr persönliches Resümee: “Ich kann keene Dosen mehr sehn!” :-).

Bilder zum Powertrail:

 

Podcast zum Powertrail:

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2 Kommentare zu Ungarn: Die Tour – Teil 2 (Der Somogy Powertrail)

  1. mic@ sagt:

    Interessanter Reisebericht, obwohl ein Videocast in diesem Fall wohl besser geeignet gewesen wäre. Zum Glück gibt es ja noch die Bilder in diesem Blogbeitrag, aber nur-mp3-Hörer dürften viele Sachen nur erahnt haben. Mal eine etwas andere Frage: Wie habt ihr denn die Caches geloggt, die euer Wagen nicht persönlich angefahren hat? Per Note oder gar per found? 🙂

    • zwischenmahlzeit sagt:

      Hallo mic@,
      Du hast vollkommen recht, dass sich durch einen reinen (unkommentierten) Audio-Podcast trotz der Bilder die Stimmung und das Gesamterlebnis nur unzureichend wiedergeben lässt. Vielleicht kann man trotzdem erahnen, welchen Spaß wir alle an diesem Tag hatten.
      Was das Loggen angeht, so hatten wir im Vorfeld uns eigens einen gemeinsamen Logaufkleber gestaltet und es war klar, dass wir den Trail gleichermaßen als Team angehen würden, was auch durch die gewählte Taktik gut gelungen ist. Zwangsläufig war dadurch nicht jeder an jeder Dose und die Geocaching-Ethikommission mag darüber vielleicht die Nase rümpfen. Ich bin ehrlich; aus den genannten Gründen habe ich persönlich jedoch kein schlechtes Gewissen dabei.
      Herzliche Grüße nach Berlin und ich freue mich schon wieder, wenn ich von Dir was auf die Ohren bekomme 🙂

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