Louis Cifers „Terrain 666 Geocoin“: Verkauf löst Höllenchaos aus

Um es vorweg zu nehmen, auch ich habe gestern Abend versucht, eine der begehrten Terrain 666 – Geocoins von Louis Cifer bei myGeocoin.de zu ergattern. Und auch ich bin leider am Serverproblem gescheitert und dadurch leer ausgegangen. Und – auch ich bin enttäuscht darüber.

Mehr enttäuscht bin ich allerdings vom Verhalten einiger Cacher, die ihrem Unmut über die Schwierigkeiten beim Coinverkauf in den sogenannten sozialen Netzen freien Lauf ließen. Beleidigungen und Vorwürfe wurden in einem Ausmaß gepostet, was ich nicht für in Ordnung halte.

Bereits seit längerem war ja bekannt, dass es eine zweite Auflage einer Terrain 666 Coin geben würde, nachdem die erste Coin von Louis Cifer ein absoluter Verkaufsschlager und bereits nach exakt 66 Minuten ausverkauft war.

Via Newsletter und Facebook wurde durch Claudia von myGeocoin.de nun also der gestrige Abend als Verkaufsstart der zweiten Ausgabe bekannt gegeben. Dazu kam, dass diese Information über Geocaching Blogs und Podcasts weiter multipliziert wurde und so noch mehr potentielle Käufer angezogen hat. Die Limitierung der Verkaufszahl auf 150 Stück je Typ tat ein Übriges, um die Coin zu einem augenscheinlich absolut begehrenswerten Kaufobjekt werden zu lassen. Mal abgesehen davon, dass sie – wie ich finde – echt teuflisch gut aussieht :-).

So kam es also, dass gestern gegen 21.00 Uhr hunderte von Kaufwilligen gleichzeitig den Online-Shop von Claudia stürmten und auf diese Weise den Server platt machten und es zu den unterschiedlichsten Fehlermeldungen kam, weil die Datenbank dem Ansturm einfach nicht gewachsen war.

Nun kenne ich das Shopsystem xt:Commerce ein wenig und weiß auch, dass myGeocoin.de auf einem sogenannten Managed Server läuft, was sich technisch ohnehin schon von den simplen Hostinglösungen abhebt, weil es einfach leistungsfähiger ist. Allerdings gerät so ein System zwangsläufig auch an seine Grenzen, wenn 200 oder 300 Kunden gleichzeitig die F5-Taste betätigen, weil nichts mehr weiter geht und auch durch freundliche Aufforderungen, mal für 3 Minuten mit dem Klicken aufzuhören, nicht inne halten.

Und wenn es dann, so wie ich via Twitter mitverfolgen konnte, nicht einmal Claudia mehr gelingt, in den Admin-Bereich des eigenen Shops zu kommen, um Einfluss auf das Höllenchaos zu nehmen, was will man dann also als Shopbetreiber machen?

Das nächste ‚Problem‘ ergab sich dadurch, dass in den Warenkorb abgelegte Artikel einfach noch nicht verbindlich bestellt sind. So wähnte sich der eine oder andere in Unkenntnis des gesamten Bestellvorgangs bereits im sichern Glauben, dass er bereits glücklicher Besitzer einer Coin sei und musste dann am Ende des Bezahlvorgangs feststellen, dass keine Coins mehr auf Lager waren. Ganz klar, damit wurde vorgebeugt, dass sich jemand mal eben 150 Coins auf diese Weise sichert und dadurch das System blockiert. Erst durch das erfolgreiche Bezahlen (z.B. durch PayPal) war der Bestellvorgang verbindlich abgeschlossen und auch rechtsgültig geworden.

So kam es, dass es aufgrund der Vielzahl der Zugriffe zwischen den einzelnen Schritten es immer wieder zu Server Timeouts und Datenbankfehlern kam. Von daher ist die Enttäuschung und die Verärgerung darüber, dass man letztendlich dann doch keine Coin erhalten hat, für mich nachvollziehbar und verständlich.

Aber ist das ein Grund, den Frust darüber auf diese Weise nach außen zu tragen? Letztendlich ging es doch nur um eine Coin. War es das wert, sich gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen. Ich finde nicht!

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn die Meckerer über ihr Handeln ein wenig nachdenken und diesen Artikel einmal zu Herzen nehmen  würden. Vielmehr aber noch, dass sich Claudia und Louis Cifer dieses Ereignis eben nicht zu Herzen nehmen und weiterhin mit viel Herzblut  weitermachen. Vielleicht dürfen wir ja dann noch auf eine dritte Ausgabe hoffen ;-).

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