Lesetipp: Die Cacher-Bibel von Markus Gründel

Seit 12. Dezember im Handel: Die 4. überarbeitete Auflage des Handbuchs zum Geocachen von Markus Gründel. 224 Seiten stark, mit vielen farbigen Abbildungen und dennoch in einem äußerst kompakten Format, präsentiert sich das informative Büchlein rund um das Thema Geocaching.

Nachdem wir ja im November den sympathischen Autor persönlich bei einem erlebnisreichen Wochenende im Harz haben kennen lernen dürfen und er dort die baldige Neuauflage bereits angekündigt hatte, war ich recht gespannt auf den Lesestoff. Und so freute ich mich entsprechend, als der Postbote passend zur Weihnachtszeit mit einem für Buchsendungen typisch gefütterten Briefumschlag bei uns an der Haustüre klingelte.

Da ich das Buch zugegebenermaßen bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht kannte, war ich zunächst von der äußerst ansprechenden Aufmachung angetan und schon das erste flüchtige Durchblättern versprach kurzweilige Unterhaltung. Zwar richtet sich das Buch in erster Linie an Geocaching Einsteiger, aber auch ich als schon etwas erfahrener Cacher war überrascht, doch noch zahlreiche interessante Informationen darin zu finden.

Das Buch beginnt in dieser Ausgabe mit grundlegenden Informationen zum Geocachen, erklärt, wie dieses Hobby entstanden ist und gibt einen Überblick über die verschiedenen Organisationen. Daran schließt sich eine Übersicht über die verschiedenen Cachearten an; Behältergrößen und Schwierigkeitsgrade werden erklärt und wie das Überhaupt mit dem Finden und Loggen von Geocaches funktioniert. Auch werden in diesem Abschnitt weitere Internet-Plattformen und Services (wie z.B. Geocaching-Shops) vorgestellt.

Der nächste Themenschwerpunkt widmet sich dann ausführlich der Ausrüstung. Angefangen von den unterschiedlichen Arten an GPS-Empfängern und Herstellern, über die sinnvolle Grundausstattung an erforderlichem Werkzeug und praktischen Hilfsmitteln bis hin zur Kletterausrüstung wird alles anschaulich erklärt, ehe ein Praxisteil neben dem Umgang mit dem GPS u.a. auch besondere Spielarten des Cachens und diverse Versteckmöglichkeiten zeigt. Auch wird beschrieben, wie man selbst einen Cache legen kann und worauf es bei der zugehörige Beschreibung (Listing) ankommt.

In dieser Ausgabe neu hinzugekommen sind die Themenschwerpunkte Vor- und Nachteile des so genannten Handycachens und „Natur & Umwelt“. Bei letzterem entstehen nicht zuletzt durch die stetig gewachsene Cachergemeinde auch in der Öffentlichkeit immer wieder Diskussionen über das Verhalten von Geocachern in Fauna und Flora und Markus Gründel weist auf ein paar einfache Regeln hin, die es allen Beteiligten leichter machen können, gut miteinander auszukommen.

Wie bei nahezu jedem Hobby, hat auch das Geocaching inzwischen eine besondere Sprachkultur entwickelt. Diese wird im Buch in der Rubrik „GC-Slang“ vorgestellt und ich muss sagen, dass mir gleich der zweite Begriff „AC“ besonders gut gefallen hat. Ich kannte den auch noch nicht und was er bedeutet, das müsst ihr entweder selber herauslesen oder einer unserer Leser ist so nett und postet es in einem Kommentar.

Der Anhang ist der Teil des Buches, der es wirklich für jeden Cacher – ob Neuling oder Oldie – wirklich interessant macht. Denn hier finden sich auf fast 50 Seiten die verschiedensten Codetabellen; angefangen vom hinlänglich bekannten Rot 13 – Chiffre bis hin zu Umrechnungen für Maße und Gewichte. Auch eine umfangreiche Linkliste mit Forenadressen, Shopseiten sowie Geocaching-spezifische Services und Online-Tools ist enthalten.

Und am Schluss hat sich Markus Gründel dann noch ein besonderes Gimmik einfallen lassen. Da das Buch sich ja als praktischer Cachebegleiter anbietet, ist auf Seite 211 ein herausreißbarer Ersatz-Log-Zettel abgedruckt. So kann man in ganz dringen Fällen vor Ort gleich für Ersatz sorgen und braucht sich keine Ausrede einfallen lassen :-).

Mein Fazit: Das Buch ist absolut lesenswert und hat bei mir schon einen festen Platz in der Cachetasche gefunden. Denn nicht immer und überall gibt es Internet und so habe ich nun ganz entspannt (m)ein Papier-BackUp schnell zur Hand. Selbst mein sonst nur mäßig lesender Sohn war von dem Buch ganz angetan und das heißt dann schon was :-). In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen.

 

Geocaching
von Markus Gründel
12,90 €

4. Auflage 2012, 224 Seiten, 9 Skizzen und Illustrationen, 119 farbige Abbildungen
erschienen im Conrad Stein Verlag

 

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3 Kommentare zu Lesetipp: Die Cacher-Bibel von Markus Gründel

  1. -jha- sagt:

    „hat bei mir schon einen festen Platz in der Cachetasche gefunden.“

    Und ich dachte immer, ich würde viel Zeug in meinem Rucksack mitschleppen. Aber auch noch einen Geocaching-Ratgeber immer dabei? Alle Achtung.

  2. zwischenmahlzeit sagt:

    @-jha-: Die ist wirklich schon ganz schön voll und es wird wohl bald auch mal Zeit auszumisten 🙂
    Allerdings ist oftmals auch ein zweiter Rucksack mit der Kletterausrüstung dabei und da fällt das Büchlein dann nicht mehr arg ins Gewicht.

  3. Pingback: Geocaching II – von Mysterys, Rätseln und Lösungen › Geocaching (B)Logbuch: Blog + Podcast

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