Kann Geocaching dazu beitragen, den Menschen gesund zu erhalten? – Das Ergebnis

Anfang des Jahres wiesen wir hier auf die Projektarbeit von Sebastian alias Grandpa Wonka zu diesem Thema hin und die Resonanz auf seinen Online-Fragebogen war enorm. 179 Geocacher jeden Alters beteiligten sich bei dieser Umfrage; hier kommt nun das Ergebnis:

Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstitutes Forsa, des Beratungsunternehmens F.A.Z-Institut und der Techniker Krankenkasse bewegen sich die meisten Deutschland zu wenig. In ihrer Freizeit sitzen sie überwiegend lieber auf dem Sofa oder verbringen die Zeit beim Essen (o.k., das kann ich verstehen :-)), als sich zu bewegen. Das Dilemma ist: Dieser akute Bewegungsmangel schlägt auf die Gesundheit des Einzelnen.

Eine Arbeitsgruppe der Zeitschrift „The Lancet“ hat Studien zum Bewegungsverhalten einzelner Regionen der Erde und deren Auswirkungen durchgeführt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mensch ein Mindestmaß an Bewegung von 2,5 Stunden pro Woche mit moderater Intensität braucht, um den Körper gesund zu halten. Dies entspricht einem Kalorienverbrauch von mindestens 1.000 kcal zusätzlich zum Grundumsatz.

Jetzt könnte man natürlich zur Steigerung des Kalorienverbrauchs z.B. Joggen gehen, doch das ist vielen zu eintönig. Sebastian ging nun der Frage nach, inwieweit Geocaching gleichermaßen hierfür geeignet wäre, da ja die Dosensuche, abhängig von der Wahl des Caches, gleichermaßen viel Bewegung mit sich bringen kann.

In seinem Online-Fragebogen waren seinerzeit 9 verschiedene Fragen zur jeweiligen Person und dem Cacheverhalten zu beantworten. Dabei zeigte sich nach der Auswertung, dass die Hauptgruppe der Befragten männlich und Mitte 30 ist und ein durchschnittliches Gewicht von 86 kg hat. Sie bewegen sich mit einer moderaten Intensität beim Cachen, dies tun sie im Schnitt mehr als 3 Stunden pro Woche und legen dabei eine Strecke zwischen vier und zehn Kilometern zurück.

Neben verschiedenen positiven hormonellen Auswirkungen der mit dem Geocaching verbundenen Gefühle sind Ergebnisse herausgekommen, mit denen man einen groben Kalorienverbrauch des Durchschnittsgeocachers errechnen kann, um ihn in die Vorgabe des Mindestumsatzes einzuordnen. Dabei zeigte sich, dass ein grober Kalorienverbrauch von rund 1300 kcal zu verzeichnen ist und er somit sogar über dem geforderten Mindestumsatz zusätzlich zum Grundumsatz liegt.

Somit lässt sich als Fazit dieser Studie tatsächlich feststellen, dass Geocaching eine gesunderhaltende bzw. gesundheitsfördernde Wirkung hat, solange man es – wie der Großteil der Befragten – regelmäßig betreibt.

Freundlicherweise hat uns Sebastian seine Studienarbeit zum Download zur Verfügung gestellt. Wer also die Auswertung des Fragebogens genau nachlesen und noch zusätzliche Hintergrundinformationen haben möchte, kann sich die Arbeit hier herunterladen. Ganz herzlichen Dank dafür.

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7 Kommentare zu Kann Geocaching dazu beitragen, den Menschen gesund zu erhalten? – Das Ergebnis

  1. Marschkompasszahl sagt:

    Ja, Geocaching KÖNNTE dazu beitrage, sich mehr zu bewegen und mehr Kalorien zu verbrennen. Wenn man aber nach jedem fünften Drive-In-Cache den Drive-In zum Burger-Tempel mitnimmt, könnte sich der Kalorienverbrauch ins Gegenteil verkehren. 😉

    • zwischenmahlzeit sagt:

      Hallo Annika,

      Du hast Post 😉 Und der Link funktioniert nun auch wieder.

      Viele Grüße und Dir noch einen schönen Sonntag,
      Martin alias Zwischenmahlzeit

  2. zwischenmahlzeit sagt:

    Absolut richtig. Teil 2 ist oftmals unser Fehler :-). Was aber imho nicht unerwähnt bleiben sollte und in der Studie aufgrund des jugendlichen Alters vom Autor 😉 nicht erwähnt wurde, ist, dass Geocaching gerade Kinder und Jugendliche (die ja wirklich oftmals unter Bewegungsmangel leiden) in die Natur ziehen kann. Der Mo ist dadurch noch nie so viel an der frischen Luft gewesen und hat mal gesagt: „Wenn Du mir vor einem halben Jahr gesagt hättest, dass wir jetzt drei bis vier Stunden im Wald umher laufen, hätte ich gesagt, dann mach mal – aber alleine.“ 🙂

  3. luckyfive sagt:

    Das Problem ist doch, je mehr ich Cachen gehe, desto mehr hocke ich vor dem Computer, um PQ´s zu erstellen, Touren vorbereite, anschließend Logs schreibe. Je mehr ich vor dem PC hocke, desto weniger bewege ich mich….. ein Teufelskreis 🙂
    [Nicht ganz ernst gemeint]

  4. Pingback: Dosenfischen: Geocaching-Podcast 186 › Geocaching-Podcast Dosenfischer

  5. Pingback: Z-Podcast #36 – Neues vom Dachboden › Geocaching (B)Logbuch: Blog + Podcast

  6. Annika sagt:

    Hallo,
    ich studiere momentan Erziehungs-und Bildungswissenschaften in Marburg und will eine Studie über die Auswirkung von Geocaching auf die Länge der Zeit durchführen, die Menschen durch dieses „Hobby “ draußen verbringen. Nun kann ich leider über den Link nicht auf Sebastians Projektarbeit weitergeleitet werden. Die Arbeit würde sich allerdings nach einer interessanten Referenzstudie anhören. Wäre es möglich mir die Arbeit zur Verfügung zu stellen?
    Schon mal vielen Dank ! Super Artikel 🙂

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