GSAK + Android = GDAK und aus 2 mach 1

Da lässt der Herr aba im letzten Dosenfischer Podcast 162 so ganz nebenbei ein klitzekleine Bemerkung über das Android-Pondon zur GSAK-Datenbank fallen und während der Herr sandmann bei diesem Thema ja leider in den sauren Apfel beißen muss ;-), finde ich die Idee ganz spannend und habe mir GDAK mal ein wenig genauer angesehen.

Mit dem Suchbegriff „GDAK“ bin ich dank Google sehr schnell auf die stets informativen Seiten von Geocaching-Dessau gestoßen. Dort wird die App in einem Beitrag vom Juli bereits kurz vorgestellt. Und wie der Name fast schon vermuten lässt, handelt es sich bei GDAK um das Gegenstück von GSAK, der Offline Geocaching-Datenbank schlechthin, die es nun auch für Android gibt. Und mit Hilfe des integrierten Kompasses kann man sogar rudimentär Cachen gehen.

Praktischerweise haben die Dessauer auch gleich einen Link zum Android-Market angegeben, so dass ich das Programm direkt einmal auf meinem Handy installiert habe.

Beim ersten Start wurde ich nach dem Speicherort der GSAK-Datenbank gefragt und hier geriet ich ins Stutzen. Denn diese Dateien hatte ich natürlich noch nicht vorab auf das Smartphone übertragen. Also begab ich mich neuerlich auf die Suche ins Internet, um zunächst herauszufinden, wo denn GSAK die Daten auf einem normalen PC überhaupt abspeichert. Und hierbei bin ich auf einen Artikel der Cacherats aufmerksam geworden, die eine Lösung auf die Frage beschreiben, wie man mit einer GSAK-Datenbank auf zwei verschiedenen Rechnern arbeiten kann. Das Zauberwort heißt „Dropbox„.

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Dropbox ist ein Internetdienst, der ein Netzwerk-Dateisystem für die Synchronisation von Dateien zwischen verschiedenen Rechnern und Benutzern bereitstellt.

Warum sollte also das Prinzip nicht auch bei einer Kombination von einem PC und einem Smartphone funktionieren, denn die Dropbox-Software gibt es gleichermaßen für diverse Betriebssysteme und eben auch für Android. Also habe ich im nächsten Schritt entsprechend der ausführlichen Beschreibung der Cacherats Dropbox auf meinem PC und die zugehörige App auf meinem Handy installiert, einen gemeinsamen Account angelegt (die kostenlose 2 GB-Variante reicht bei mir völlig aus) sowie in dem entsprechenden Dropbox-Ordner auf meinem PC ein Austauschverzeichnis „GSAK_DB“ eingerichtet. Ebenfalls in diesem Artikel fand ich auch den gesuchten Hinweis, wie man heraus finden kann, wo GSAK seine Daten abspeichert. Dies geht nämlich ganz einfach mit dem „GSAK folder finder”, welcher unter dem Menüpunkt Tools in GSAK zu finden ist.

Auf diese Weise konnte ich über den Explorer die GSAK-Datenbankdateien in den zuvor in der Dropbox angelegten Unterordner GSAK_DB kopieren. Im nächsten Schritt stellte ich also in GSAK das Verzeichnis um, damit zukünftig die Daten aus dem Dropbox-Ordner geladen werden. Diese Option findet sich unter Tools > Options > General > Database Folder

GSAK greift nun am heimischen PC auf den Online-Dropbox-Server zu und somit ist auch eine Parallelinstallation mit identischem Datenbestand auf einem anderen Endgerät (z.B. Laptop) prinzipiell möglich.

Doch meine Freude über das Erreichte sollte nicht lange anhalten. Denn während es für stationäre PCs oder Laptops offenkundig unproblematisch ist, über den Explorer auf den Dropbox-Ordner zuzugreifen, klappt das auf dem Smartphone nur über die entsprechende Dropbox-Anwendung. Und so stand ich vor dem Problem, dass ich in GDAK keinen Ordner für die Datenbankdateien angeben konnte. Zwar legt Dropbox auf dem Smartphone eine Art Cache in einem Verzeichnis an und man kann auf diesen Ordner auch zugreifen aber irgendwie wollte über dieses Verzeichnis eine Zwei-Wege-Synchronisierung nicht klappen. Da hat das Programm noch eindeutig ein Manko.

Bekanntlich sind aber alle guten Dinge ja Drei und so wurde hierzu ein weiteres Mal das Internet befragt. Tatsächlich ist dieses Handicap bekannt und Drittanbieter haben auch hierfür schon eine Lösung parat. Aufrund diverser Erfahrungsberichte habe ich mich dann für DropSync bzw. gleich für die knapp 4 € teure Pro-Version entschieden, wenngleich es für diesen Zweck sicher auch eine kostenlose App gibt.

Dieses Programm hilft also, die Daten zwischen der Dropbox und einem beliebigen Verzeichnis auf dem Handy in beide Richtungen zu synchronisieren. Gleichzeitig habe ich nun die Möglichkeit, einen konkreten Ordner für die Datenbankdateien in GDAK anzugeben.

In Dropsync habe ich eingestellt, dass die Synchronisation nur alle 24 Stunden erfolgen soll und auch nur dann ausgeführt wird, wenn das Handy am Ladekabel angeschlossen und WLAN eingeschaltet ist. Es werden ohnehin nur die Dateien übertragen, die seit dem letzten Abgleich verändert wurden.

Erste Versuche haben mir gezeigt, dass alles wie gewünscht funktioniert und auf diese Weise habe ich nun stets (fast) aktuelle Daten bei mir und z.B. auch die korrigierten Koordinaten von Mystery-Caches. Cool :-).

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