Cachen mit Kindern der Eltern-Kind-Klinik Ostseedeich in Grömitz

Wie wir ja schon in den letzten Podcasts berichtet hatten, waren wir Anfang August für drei Wochen in Grömitz an der Ostsee. Hintergrund war eine Mutter-Kind-Kur der Damenabteilung unseres Teams, die Mo und ich begleiten durften. Und weil die Leiterin der Klinik Ostseedeich bereits von unserer Hobby wusste, lag es nahe, im Rahmen des Freizeitprogramms Geocaching auch anderen Kindern und Eltern einmal vorzustellen.

Freundlicherweise wurden wir dabei von der Firma Magellan unterstützt, die uns für diesen Zeitraum drei Leihgeräte des Typs eXplorist 110 zur Verfügung stellte. Ganz lieben Dank an dieser Stelle noch einmal dafür. Das sind echt schmucke GPS-Empfänger mit einem intuitiven Bedienkonzept. Viele Einstellungen haben sich für mich auch ohne Lesen der Bedienungsanleitung von selbst erklärt.

Und dann konnte es auch schon los gehen. Wir waren zugegebenermaßen überrascht, dass sich gleich für den ersten Termin rund 10 Kinder in die Liste eingetragen hatten und pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit schon neugierig im Foyer der Klinik auf uns warteten.

Zwar hatten zwei Kinder Geocaching schon einmal mit ihren Eltern oder Freunden ausprobiert aber für die anderen Teilnehmer war dieses Thema noch vollkommen unbekannt und so erzählte ich ihnen zunächst, was Geocaching bedeutet, wie es entstanden ist und wie wir nun gemeinsam versuchen würden, einen derartigen ‚Schatz’ zu finden. Mo zeigte dann auf einer Karte die Umgebung der Klinik und wie viele Cache es alleine in Grömitz gibt.

Ich hatte für die Gruppe einen ca. 200 m entfernten Tradi heraus gesucht, der in meinen Augen recht schön gemacht ist und in einem kleinen Waldstück liegt. So zogen wir nach dieser kurzen Einführung los und die Kinder durften sagen, in welche Richtung wir gehen mussten. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich auch gleich, dass es nicht immer gut ist, einfach der Kompassnadel zu folgen und ich konnte anbringen, dass Geocacher nach Möglichkeit bis zum Final immer auf den Wegen bleiben. Als dann Einigkeit darüber herrschte, dass an einem bestimmten Punkt sich das Final befinden musste, ging eifrigst die Suche in alle Richtungen los. Mein 11chen gab dann von Zeit zu Zeit eingrenzende Hinweise und nach rund 10 Minuten war schließlich das Versteck ausgemacht: Ein Kanaldeckel für einen Hydranten ist in der Tat etwas, was in einem Wald eher selten anzutreffen ist :-). Doch der Clou kam erst noch. Nach Abheben des Deckels konnte ein Cachebehälter geborgen werden, der aus zwei ineinander gesteckten PVC-Rohrabschnitten bestand, die an den Enden mit Deckeln verschlossen waren. An einem Deckel war ein Fahrradventil eingeschraubt und mit Hilfe einer mitzubringenden Luftpumpe musste soviel Druck im Inneren des Behälters aufgebaut werden, dass der Innenzylinder langsam gegen den Reibungswiderstand der Gummidichtung nach außen geschoben wurde. Die Kinder staunten nicht schlecht, als am Ende der Deckel mit einem lautstarken Plopp einige Meter in die Luft flog. Damit war dann auch der Blick frei auf das Logbuch und einige kleinere Tauschgegenstände. Auch eine Coin war in dem Behälter, so dass ich diese Spielart gleich mit erklären konnte.

Es blieb dann noch die Frage, wie wir uns in das Logbuch eintragen sollten. Alle Kindernamen wären vielleicht zu viel. Zumal der Cache ja aufgrund seiner günstigen Lage in Zukunft öfter aufgesucht werden würde. Eine Betreuerein, Heike von der Freizeit, hatte dann die Idee, die bei allen sofort Anklang fand. Das Maskottchen der Kinderbetreung, der Igel Ingolf, wäre doch hierfür als Namensgeber ideal geeignet und so steht nun fortan „Igel Ingolf“ als Finder im Logbuch und selbstverständlich hat er online auch schon seinen Fund eingetragen.

Zufrieden über den ersten erfolgreichen Fund, machten wir uns auf dem Heimweg und so hätte eigentlich auch meine Einführungsstunde ins Geocaching zu Ende gehen können. Doch wir hatten nicht mit dem Eifer der Kinder gerechnet, denn die wollten gleich die nächste Dose suchen gehen und so gab es abschließend noch eine kleine Zugabe in Form eines weiteren, nahe gelegenen Tradis, bei dem wir dann in den nächsten Tagen dem Owner das Logbuch austauschen konnten, um das er per Note gebeten hatte.

Für mich war das die erste Veranstaltung dieser Art und ich muss sagen, ich hatte Spaß daran. Nicht nur, weil wir Kindern dieses schöne Hobby nahe bringen konnte, sondern weil ich darin auch einen positiven Effekt für die ganze Familie sehe, wenn gemeinsam in der Natur was unternommen werden kann. Die positiven Reaktionen, auch von den Eltern, die wir in den darauf folgenden Tagen erfahren durfte, waren eine schöne Bestätigung, dass es offenkundig nicht nur uns viel Freude bereitet hat.

An dieser Stelle, ganz herzliche Grüße an Moelle1999 :-).

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3 Kommentare zu Cachen mit Kindern der Eltern-Kind-Klinik Ostseedeich in Grömitz

  1. Dirk Viking sagt:

    Ich frage mich, ob man Geocaching auch auf der Ostsee machen könnte, zB. durch das Bestigen des Ziels an einer Boje. Man müßte dann mit dem Boat dahin… oder schwimmen!
    Viel Spaß in Grömitz
    http://unsereostsee.de

  2. Rumburak67 sagt:

    Hallo Dirk – natürlich geht das. In diesem speziellen Fall hätte ihr die Idee allerdings bereits aus der Nordsee „geklaut“ und hier kommt der Link dazu: http://coord.info/GC3F2A6
    Falls Ihr das Ding in der Ostsee legt, werde ich bei meinem nächsten Besuch einen Bergeversuch starten 🙂

  3. Liebe Leute, seid mal so nett und schickt eine E-Mail wenn das nächste Geocaching stattfindet
    Patrick

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