Cache2POI-Frosch (ohne sich einen Wolf zu holen)

In zwei wesentlichen Punkten sind die Garmin-Geräte Dakota, Oregon und Colorado leider nicht optimal fürs Geocaching:

  • es können ’nur‘ 2000 Caches gleichzeitig geladen werden und
  • die Spoilerbilder werden nicht mit aufs Gerät übertragen.

Was macht man nun als Geocacher? Man sucht entweder im Internet nach einer Lösung oder fragt einfach jemanden, der schon die Antwort kennt :-).


Und wieder einmal ist es mein werter Cacherkollege dl2scj, der hier schon Erfahrungen gesammelt hat. Seine Lösung kommt im Gegensatz zu der auf den Seiten vom Team Gummiseele beschriebenen Anleitung ohne das Zusatzprogramm Cachewolf aus. Wie das funktioniert und man praktisch beliebig viele Caches mit den passenden Spoilerbildern aufs Gerät bekommt, verrät er hier.

Zunächst benötigt man folgende Programme:

Und dann kann es auch schon losgehen. Nachdem man alle Programme und das Macro installiert hat, filtert man in GSAK die gewünschten Caches und exportiert diese in eine Datei (GPX/LOC File):

Im nachfolgenden Fenster das GPX-Dateiformat auf V1.1 einstellen und das Datenbank-Verzeichnis vom POI-Frosch eingeben (hier: E:\Eigene Dateien\cache2poifrosch\caches.gpx). Wer die zusätzlichen Child-Waypoinst noch mit exportieren möchte, sollte einen entsprechenden Hacken setzen. Der Rest kann bei den vorgegebenen Einstellungen bleiben.

Damit hat man dann in dem entsprechenden Verzeichnis alle gewünschten Caches exportiert. Bei dl2scj sind das immerhin 17260 Stück!

Als nächstes werden von Groundspeak die entsprechenden Spoilerbilder geladen. Das kann bei entsprechender Datenmenge beim ersten Mal seeeehhhhhr lange dauern. Wenn ihr die Daten morgen brauchen solltet, habt ihr es am Besten vorgestern schon angefangen :-).

Hier kommt das Programm SpoilerSync zum Einsatz. Dort gibt man als Waypointfile die Exportdatei von GSAK an (incl. komplettem Pfad) und als Zielverzeichnis das Spoilerbild-Verzeichnis von Cache2POI-Frosch.

Es bietet sich an, die Bilder gleich auf ein fürs Garmin taugliche Format runterrechnen (Shrink pictures to …). Nach dem Start werden die entsprechenden Spoilerbilder geladen (je nach Internetverbindung und Anzahl der Caches kann es Stunden dauern).

Anschließend werden die Bilder über das Macro SpoilerSync zurück in die entsprechenden GSAK Datei geladen (Wenn man diese nun mit GDAK mitbenutzt, hat man auch in dieser Datei alle Spoilerbilder mit dabei).

Jetzt kommt die Umwandlung der Daten in das POI-Format, denn nur so kann man beliebig viele Caches und Wegpunkte auf das GPS laden. Hierzu startet man das Programm POI-Frosch, welches sich im Hauptverzeichnis „cache2poifrosch“ befindet. Dann unter Datei > Einstellungen folgendes konfigurieren:

  • Cachewolfprofilordner: Kann wie voreingestellt oder leer bleiben;
  • GPX-Import-Ordner  (den Ordnern, in dem die GPX-Datei liegt –  siehe GSAK Export);
  • Datenquelle GPX auswählen;
  • das Verzeichnis für den POI-Loader-Export angeben und merken und
  • optional den GC-Login.

Auf  Speichern und Beenden klicken und im Anfangsfenster mit Klick auf Start (links unten) die Ausführung beginnen.

Jetzt heißt es wieder warten ….  bei dl2scj dauert es > 2h ! und leider zeigt das Programm keinen Fortschritt an. Darum wirklich geduldig warten. Hat sich bei dls2cj wohl auch noch NIE aufgehängt. Das Ergebnis findet sich anschließend im zuvor eingestellten Export-Ordner (poi-frosch-export).

Und wie kommen nun die Daten auf das GPS?

Hier kommt das GarminTool „POI Loader“ zum Zuge. Dieses einfach ausführen und die Option „Benutzerdefinierter Ordner“ bzw. „Export auf Computer“ auswählen und ein entsprechendes Zielverzeichnis festlegen. Praktischerweise  legt man hier einen Ordner POI unterhalb von cache2poifrosch an; damit bleibt alles schön zusammen:

Im nächsten Fenster ist dann das hoffentlich gemerkte Quellverzeichnis anzugeben – das vom POI-Loader-Export (Cache2POI-Frosch)

Und danach wieder Weiter anklicken. Daraufhin fängt der POILoader zu werkeln an (Datenbanken lesen – Datenbanken schreiben). Nach dem Beenden liegt dann im voreingestellten Ausgabeordner „POI“ die fertige Datei mit der Dateiendung *.gpi. Diese braucht dann nur noch auf das Garmin ins Verzeichnis „\Garmin\Poi“ kopiertzu werden. Fertig 🙂

Achja. Und wo finde ich die POIs auf meinem Garmin?

Das geht ganz einfach: Unter Zieleingabe > Extras kann man sich die POIs nach Cacheart oder alle zusammen anzeigen lassen.

Und nun seid ihr dran. Ich für meinen Teil danke dl2scj wieder einmal ganz herzlich für seine Ausführungen; bei mir hat alles genau so geklappt.

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Ein Kommentar zu Cache2POI-Frosch (ohne sich einen Wolf zu holen)

  1. bloop47 sagt:

    Das klingt gut, ist aber ziemlich kompliziert finde ich!?! und in Zeiten mobilen Internets ist man mit einem Smartphone (auch wegen der zur Verfügung stehenden Tools) dann doch viieel aktueller und kann gleich mal schauen ob der Cache überhaupt noch da ist!?!? Da arbeite ich dann lieber mit I-Phone und Oregon im Doppelpack….

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